Helmut Schaake.

Tammo Lotz (SF Blau-Gelb Marburg) lief die 25 Runden gleichmäßig wie ein Uhrwerk zwischen 74 und 76 Sekunden und siegte in hervorragenden 31:15,7 Minuten.

 

Es ist Februar, und der Winter zeigte sich von seiner

kalten Seite. Aber beim traditionellen Wetteraner 10.000-Meter- Winterbahnlauf im Wollenbergstadion schien die Sonne, allerdings bei Temperaturen um den Gefrierpunkt, jedoch ohne störenden Wind. Seit 26 Jahren schon gibt es diesen Bahnlauf. Wer der Wahrheit ins Auge blicken wollte oder besser gesagt seine Runden– und Endzeit nach 25 Runden auf dem Display sehen, sich beim Crosslauf nicht dreckig machen oder nicht in der warmen Halle ein Rennen bestreiten wollte, der konnte an diesen  Wochenende in Wetter bei Marburg seine Spikes oder leichten Rennschuhe anziehen und einen schnellen Tempolauf gegen die Uhr bestreiten.

Tammo Lotz (SF Blau-Gelb Marburg), der erst Ende November in Leipzig wieder mit dem regelmäßigen Training angefangen hat und seit Januar auch wieder gezielt Tempoläufe absolviert, zeigte schon am letzten Wochenende bei den Kreis Crossmeisterschaften Marburg-Biedenkopf als Sieger auf der Mittel- und Langstrecke gegen starke Konkurrenz, dass wieder mit ihm zu rechen ist. Auch hier ging er selbstbewusst ins Rennen. 75 Sekunden pro Runde wollte er anlaufen und solange wie möglich durchhalten. Dies gelang ihm auch in eindrucksvoller Manier von der ersten bis zur letzten Runde, die er gleichmäßig wie ein Schweizer Uhrwerk lief, und er beeindruckte mit einer Endzeit von 31:15,7 Minuten. Schon nach der ersten Runde hatte er vor seinem neuen Mannschaftskameraden Marco Schwab und vor Marathonhessenmeister Hakim Ouahioune (SF BG Marburg) einen sicheren Vorsprung herausgelaufen.

Aber auch Marco Schwab, der schon bei den hessischen Hallenmeisterschaften als Sieger über 3000 Meter in seinem ersten Bahnrennen überhaupt mit 9:05 Minuten positiv überraschte, wusste sich auch im 400-Meter-Stadionoval mit hervorragenden 32:10,9 Minuten nahezu im Alleingang gegen die Uhr bestens in Szene zu setzen. Platz drei ging an Seniorensieger der M45 Hakim Ouahioune, der seine Bestzeit von 33:54 auf tolle 33:11,4 Minuten drückte. Dahinter freute sich Mittelstreckler Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain), dass sich sein schnelleres Grundlagentraining in den letzten Monaten schon hier mit erstaunlichen 33:39,8 Minuten auszahlte. „Dieses Jahr will ich unter 36 Minuten laufen, und zwar möglichst schon hier,“ meinte Egbert Merkel schon vor dem Start und freute sich am Ende dann sogar über 35:33,0 Minuten. Nur zwei Sekunden dahinter liefen Christian Friedel (SF Blau-Gelb Marburg)mit 35:34,9 und der junge Philipp Kindelbacher (TSV Amöneburg) mit 35:38,4 Minuten schnelle Zeiten.  

Wie schon im letzten Jahr (39:00 min) siegte bei den Frauen Susanne Heinbach (LG Wettenberg) W35 in einem Steigerungslauf mit einer schnelleren zweiten Hälfte in bestenlistenfähigen 38:57,0 Minuten. Zweite wurde im B-Lauf ihre Vereinskameradin Lea Bäuscher, die sich als Siegerin der Hauptklasse nach 39:48,3 Minuten über eine Zeit deutlich unter 40 Minuten freute. In diesem Rennen siegte der erst 16-jährige Daniel Bremecker (TSV Kirchhain)in 38:18,4 Minuten. Zuvor bereits lief Meike Wallow (SF Blau-Gelb Marburg) W40 im A-Lauf im Schlepptau von „Edelhase“ Thorsten Kramer (SF Blau-Gelb Marburg)gute 39:18,2 Minuten. Nur eine Woche vor den hessischen Crosslaufmeisterschaften wollte Kramer hier nur trainieren. Triathletin Sandra Klement (SC Neukirchen) als Vierte beendete das Rennen in Bestzeit, als sie das erste Mal mit 40:45,8 Minuten unter 41 Minuten blieb.

Ergebnisse Wetteraner 10 000 Meter Winterbahnlauf:

1. Tammo Lotz M30/ 31:15,7; 2. Marco Schwab M35/32:10,9; 3. Hakim Ouahiloune (alle BG Marburg) M45/33:11,4; 4. Oliver Hoffmann (TSV Kirchhain) 33:39,8; 5. Lars Siegmund (BG Marburg) M30/34:07,3; 7. Achim Schmelzer (TSV Cappel) 34:26,2; 11. Egbert Merkel (TSV Cappel) 35:33,0; 12. Christian Friedel (BG Marburg) 35:34, 12. Philipp Kindelbacher (TSV Amöneburg) 35:48,4; 19. Daniel Bremecker (TSV Kirchhain) Jugend B/ 39:18,4; 20. Ingo Wolf (BG Marburg) 1.M50/38:41,525. Bruno Förster (TSV Cappel) 39:47,4; 30. Wolfgang Gareis (BG Marburg) 2. M55/4039,2; 32. Norbert Madry (BG Marburg) 40:52,8; 33. Stefan Behrens (Marburg/LG Wettenberg) 1. M60/41:16,9; 42. Karl-Heinz Zinser (TV Gladenbach) 1. M65/49:55,9;

Frauen: 1. Susanne Heinbach (LG Wettenberg) 1.W35/38:57,0; 2. Meike Wallow (BG Marburg) 1.W40/39:18,8; 3. Lea Bäuscher (LG Wettenberg) 39:48,3; 4. Sandra Klement (SC Neukirchen) 40:45,8; 5. Antje Krause (USC Marburg) 3.W35/44:25,2; 6. Sophie Cyriax (FV Wallau) 48:04,3;