Helmut Schaake.  Die einen schmücken noch den Weihnachtsbaum, rennen durch Kaufhäuser und Geschäfte, um noch schnell die letzten Geschenke zu besorgen oder bereiten am Vormittag in aller Hektik den Weihnachtsbraten vor, die anderen absolvieren aus lauter Angst vor den vielen anstehenden Kalorien noch schnell eine große Runde als Fettverbrennungslauf durch den Burgwald. Viele Athleten hatten sich wieder am „Rinnplätzchen“, dem Waldparkplatz zwischen Bracht und Rosenthal, wo es keine freien Parkplätze mehr gab, zum Laufen getroffen.

Dass Langstreckler wie eine große Familie sind, lässt sich alljährlich am Morgen des Heiligen Abend beobachten, wenn die Blau-Gelb Langstreckler zum traditionellen Weihnachtslauf durch den Burgwald einladen. Vereinsübergreifend werden gemeinsam laufender Weise ein paar schöne Stunden verlebt. Der Grundgedanke wurde schon vor 39 Jahren gelegt, als die ersten Weihnachtsläufe noch in Wohra mit Gleichgesinnten in den Mönchwald gestartet wurden. Nun ist der Weihnachtslauf für viele - diesmal trafen sich fast 50 Teilnehmerinnen und Teilnehmer - schon zum festen Bestandteil und zur guten Tradition geworden.

Am „Rinnplätzchen“ zwischen Bracht und Rosenthal war beim Weihnachtslauf, der seit sechs Jahren in Herbert-Hartung-Gedächnislauf umbenannt ist, um 10.00 Uhr kein Parkplatz mehr zu finden.

Herbert-Hartung-Gedächtnispokal für Hakim Ouahioune (Blau-Gelb Marburg).

Der Pokal für den besten Langstreckler der Region zur Erinnerung an den verstorbenen Herbert Hartung ging in diesem Jahr an Hakim Ouahioune (Blau-Gelb Marburg), überreicht von Robert Kliebe (Rauischholzhausen). siehe Bild

Der 43-jährige Michelbacher Bauingenieur feierte in diesem Jahr seinen größten Erfolg mit fünf Goldmedaillen bei Deutschen Seniorenmeisterschaften. In der Halle holte er sich bei den Senioren M45 über 3000m den Titel, über Halbmarathon und Marathon sowie über 5000 und 10000 Meter sowie auf der Bahn war er Schnellste. Er stellte zweimal eine neue  Marathonbestzeit auf, und zwar im Frühjahr als Altersklassensieger M45 bei den Deutschen Meisterschaften in Mainz in 2:29:59 Stunden und zuletzt beim Frankfurt Marathon, wo er sich als Hessenmeister auf 2:29:43 Stunden verbesserte. Nach einer kleinen Laudatio und der Verleihung startete man zum gemeinsamen Dauerlauf. Die ambitionierten Läufer nahmen die große Runde über 105 Minuten zum Christenberg, die Freizeitläufer eine Kleinere  „Rund um die Franzosenwiesen“ über 65 Minuten in Angriff.

Aber auch für die Gruppe der Wanderer, die von dem ehemaligen Langstreckler Helmut Jesberg, dem langjährigen Vorsitzenden der Aktionsgemeinschaft „Rettet den Burgwald“ und Naturschützer angeführt wurde, war der Burgwald eine Herausforderung und ein Naturerlebnis. Auf einer großen Runde mit einer Wanderzeit von fast 2 Stunden wurden die Franzosenwiesen und die neuen Biotope bei Franzosenwiesen mit ihrer Fauna und Flora den Interessierten als Besonderheiten des Burgwalds nahe gebracht.