Wallow und Ouahione Vizemeisterschaft.

Wallow und Ouahione (beide BG Marburg) holen sich die Vizemeisterschaft.

BG Männer Mannschaft siegt bei den hessischen Meisterschaften

 

Helmut Schaake. Frankfurt.

Der Himmel blieb bei der 27. Auflage des Dresdner Kleinwort Frankfurt Marathon bedeckt. Weder Sonnen noch Regen machten den Wettkämpfern zu schaffen, und auch der gefürchtete Wind, der schon oft durch Frankfurts Hochhausschluchten geblasen hatte, hielt sich in Grenzen. So zeigte am Sonntagmorgen das Thermometer nur knapp 8°C, sodass für die über 12.000 Marathonläuferinnen und Läufer über die 42195 Meter nahezu ideale Bedingungen herrschten.  

 

Top-Ergebnisse für den Keniaexpress in der Börsenmetropole mit sieben Endzeiten unter 2:10 Stunden und mit einem neuen Streckenrekord des  Kenianers Robert Cheruiyot in 2:07:21 Stunden gefolgt von 17 weiteren Kenianer.

Erst auf Platz 18 mit André Pollmächer in 2:14:14 Stunden der schnellste Deutsche.

Bei den Frauen triumphierte Sabrina Mockenhaupt (Kölner Verein für Marathon) in der persönlichen Bestzeit von 2:26:22 Stunden vor Olesya Nurgalieva (Russland/2:27:37) und der Titelverteidigerin Melanie Kraus (Bayer Leverkusen/2:28:20).

 

Schnellste heimische Teilnehmer in Frankfurt waren Hakim Ouahioune Platz 39. und Meike Wallow (beide SF Blau-Gelb Marburg) als Seniorensiegerin auf Platz 18. im Gesamtfeld, womit beide innerhalb der zeitgleich ausgetragenen Hessenmeister- schaften den Vizemeistertitel erkämpften.

 

Heimspiel für die über 200 Marathonläufer aus dem Kreis. 

 

Schon vor dem Start stand für die 44-jährige Meike Wallow fest: „Ich will unter 3 Stunden bleiben und in Hessen auf dem Podest stehen.“  Mit ihrer zweitschnellsten Zeit (Bestzeit 2:58:23 Std.) erreichte sie nach ausgezeichneten 2:59: 35 Stunden das Ziel auf dem roten Teppich in der Festhalle. Als Brems- und Zugläufer unterstützte  dabei kein Geringerer als der deutsche Marathonmeister der Senioren Jürgen Theofel (FV Wallau/2:59:35) dieses Vorhaben. „Ich habe fest an die Unterbietung der Drei-Stunden-Grenze geglaubt, auch wenn ich zwischen 25-30 Kilometer einen kleinen „Durchhänger“ hatte. Doch zum Schluss konnte ich meine Zielvorstellungen realisieren. Jetzt ist erst einmal zwei Wochen Regeneration angesagt,“ so ihr Fazit nach dem Zieleinlauf.

 

Aber auch die anderen heimischen Frauen waren schnell unterwegs. Simone Rößling (TSV Cappel) steigerte ihre Bestzeit um drei Minuten auf  3:07:23 Stunden, was ihr den 36. Platz  in der Frauenkonkurrenz und Platz drei in der W35 im HLV einbrachte. Ihre gute Form nutzte aber auch Ultralangstreckler Antje Krause (USC Marburg), die ihren Hausrekord um 11 Minuten auf jetzt 3:08:47 Stunden drückte (Platz 41. 4. HLV /W35). Unter der Dreieinhalb-Stunden-Marke blieben Außerdem Kerstin Hahn (Blau-Gelb Marburg) Platz 119/HLV in 3:25:52 Stunden und die vereinslose Marburgerin Heike Drude W45 /Platz 126 nach 3:27:08 Stunden. 

 

Hessenmeistertitel für  Hakim Ouahioune und die Blau-Gelb Mannschaft und für Egbert Merkel (TSV Cappel) in der M55.

Wie schon in den letzten Jahren, so war auch diesmal wieder die Mainmetropole für Hakim Ouahioune ein schnelles Pflaster, auf dem  er groß auftrumpfen konnte. Konsequent und zielstrebig hat sich der der 45-Jährige Ouahioune seit Monaten mit vielen Wochenkilometern auf seinen großen Auftritt in Frankfurt vorbereitet. Immer in  der Verfolgergruppe mit den schnellsten Hessen und der viertschnellsten Frau, der Norwegerin Kirsten Otterbu, verbesserte er neunter Deutscher seine Bestzeit um 15 Sekunden auf 2:29:44 Stunden und zeigte sich überglücklich über eine Zeit unter zweieinhalb Stunden, seine Vizemeisterschaft und über den Sieg in der Mannschaftswertung.

 

Mit dem ebenfalls schon 44-jährigen Ralf Nowak als 72. nach 2:37:14 und Hessenmeister der M40 und mit Lars Siegmund, der sich um über sechs Minuten auf 2:38:04 Stunden/Platz 80. steigerte, holten die Blau Gelben den Mannschaftstitel innerhalb der Hessenmeisterschaft noch vor dem SSC Hanau-Rodenbach 7:50:05 und dem TSV Friedberg-Fauerbach 7:56:01 Stunden nach Marburg. Abgerundet wurden die Erfolge durch den überragenden Seniorensieg in der M55 als Tagesschnellster durch  Egbert Merkel (TSV Cappel). Merkel, der nach 16 Jahren wieder einen Marathon in Angriff nahm -  schon 1991 lief er in Berlin seine Bestzeit von 2:29:48 Stunden - setzte seine bemerkenswerte Siegesserie auf Landesebene mit 2:42:01 Stunden und Platz 102 im Zieleinlauf unter 12046 Teilnehmern fort

 

Der Triathlet Josip Begic (Tri-Flow Bad Endbach) lief als 121. schnelle 2:43:44 Stunden.

Gute Trainingsarbeit hat in den letzten Monaten aber auch Andreas Vinetic (ASC Breidenbach) geleistet, der als 237. mit 2:51:25 Stunden zum ersten Mal unter drei Stunden blieb. Der Biedenköpfer Mark Wehn kam als 400. nach 2:57:23 Stunden ins Ziel, der Cölber Markus Henning vom Hof Fleckenbühl, der schon den Marburger Nachtmarathon in 2:57:15 gewonnen hatte, lief hier als 419. 2:57:38 Stunden. Nur zwei Sekunden dahinter lag der Marburger Dr.Christian Kern (USC Marburg). Bodo Krag (Tri-Flow Bad Endbach) blieb mit 2:59:11 Stunden als 508. ebenfalls noch unter  magischen Drei-Stunden-Grenze.